Thinka-Projekt kommt nach Bleicherode Sollstedt

Thinka-Projekt kommt nach Bleicherode Sollstedt

“ThINKA“ kommt nach Bleicherode und Sollstedt

ThINKA, das steht für “Thüringer Initiative für integration, Nachhaltigkeit, Kooperation und Aktivierung“. Das Projekt soll ab 2018 in Bleicherode starten. Ganz neu ist die Idee indes nicht, seit 2013 gibt es „ThINKA“ schon in Harztor.

Gearbeitet wird vor allem in der Einzelfallhilfe, erklärte Jennifer Pohl, Leiterin des Kreisjugendrings Nordhausen, bei dem das Projekt angesiedelt ist. Es gehe häufig um Probleme wie Wohnungslosigkeit, Schulden oder Arbeitslosigkeit, erzählte Pohl, die das Projekt in Harztor aufgebaut hat, bevor sie die Leitung des Kreisjugendrings übernahm. „Manchmal kommen die Menschen aber auch einfach mit Kleinigkeiten des Alltags zu uns, zum Beispiel der Opa der ein Schreiben bekommen hat und es nicht mehr lesen oder verstehen kann.“

Zwischen Niedersachswerfen und Ilfeld hat man sich mit dem Projekt aber auch in die Gemeinschaft eingebracht, ein fünftägiges Kindercamp während der Ferien konnte man etablieren, eine Vereinsmeile zum Areefest auf die Beine stellen und einen Multifunktionsplatz einweihen. Immer beliebt auch das Strickprojekt und die regelmäßigen Basteltreffs. Im Schnitt habe man in Harztor 80 Menschen betreut und rund 260 Gespräche in der Einzelfallhilfe geführt, erläuterte Pohl.

„ThINKA“ soll bis Ende 2019 laufen, danach sei eine Verlängerung um zwei jahre möglich. Beschäftigt werden zwei ausgebildete Sozialarbeiter die zwei Anlaufstellen, eine in Sollstedt am Markt und eine in der Bachstraße in Bleicherode, betreuen werden. Finanziert wird das Vorhaben vor allem durch den europäischen Sozialfonds, es gibt aber auch einen Eigenanteil von 20%, der zu großen Teilen vom Landratsamt übernommen wird. Für Bleicherode und Sollstedt bleibt ein Anteil von je 5.000 Euro, kleinere Beträge steuern auch die Wohnungsbaugesellschaften der beiden Kommunen bei.

Wichtig war Pohl das ihre Kollegen auch in die Gemeinde eingebunden werden und an entsprechenden Ausschüssen teilnehmen können um aus ihrer Arbeit zu berichten und Anregungen entgegen zu nehmen. „Das ist wichtig für so ein Projekt, es wird ein bisschen Aufbauzeit brauchen, das ist ein Kraftakt aber den haben wir schon einmal geschafft und ich bin mir sicher das uns das jetzt wieder gelingen wird“, sagte Frau Pohl.



X